Spendenfinanzierter Jugend-Patientenhelfer
aus Ibbenbüren, geb. in Münster


„Vielen Ärzten bin ich ein Dorn im Auge, aber wenn sie mich wirklich retten wollen, müssen sie damit leben.“

Schon als Kleinkind habe ich fast zwei Jahre im Krankenhaus verbracht. Später bin ich dann im Krankenhaus „erwachsen“ geworden, denn ich habe meine gesamte Jugend, zwischen 12 und 18, dort verlebt. Kurz nach meinem 18. Geburtstag wurde ich in die Freiheit entlassen. Seit ich 30 bin leide ich unter einer chronischen Herzinsuffizienz. Ich hatte nicht auf mich aufgepasst und eine Grippe verschleppt. Der Virus hat mein Herz attakiert und ich bekam eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung). Zuletzt hatte sich der Zustand meines Herzens so verschlechtert, dass mir ein linksseitiges Herzunterstützungssystem (LVAD) implantiert wurde. Umgänglich spricht man auch von einem „Kunstherz“, obwohl es das gar nicht ist. Der Verlauf der Krankheit brachte viele weitere Krankenhausaufenthalte mit sich und immer wieder gab es gesundheitliche Probleme. Ich hatte zwei Schlaganfälle, eine Hirnblutung, einen Herzstillstand, mehrere Infektionen, Lungen- und Nierenversagen, um nur einige zu nennen. Dennoch zählt nur eins: Ich bin noch hier. Wie ich es geschafft habe und auch du es schaffen kannst, erfährst du in unseren Gesprächen.

Aufgrund meiner weitreichenden Erfahrungen, dem gesammelten medizinischen Wissen und Kenntnisse zum Geschäft „Medizin“, möchte ich gerne Kindern und Jugendlichen helfen. Ich weiß, wie schwer es ist, eine Behinderung oder chronische Erkrankung zu haben. Auch kenne ich das Leben im Krankenhaus nur zu gut. Ich weiß ebenfalls, was Eltern, Freunde und Familienangehörige durchmachen. Ich möchte eine Schnittstelle sein, um in gemeinsamen Gesprächen Strategien zur Bewältigung zu entwickeln und gleichzeitig motivieren für das zukünftige Leben. Mir geht es gut, ich kann akzeptieren und viel Positives vermitteln. Manchmal bewirkt schon das Erstgespräch mit einem kranken Kind oder Jugendlichen wahre Wunder. Für Betroffene ist es wichtig zu erkennen, dass man nicht blindlinks alles machen sollte, was ein Mediziner verlangt. Außerdem gilt es, die Dinge zu verstehen und zu hinterfragen. Nur dann ist man in der Lage aufzupassen, zu beobachten und kann eine richtige und überlegte Entscheidung treffen. Erst dann ist man ein mitdenkender Patient und erlangt seine Mündigkeit gegenüber medizinischem Personal.

„Mitdenkende Patienten sind schwierige Patienten und nicht gern gesehen. Wer aber mitdenkt, erhöht seine Chancen, zu überleben.“ (Terence Lee)

Von Patient zu Patient

Aufpassen und mitdenken

Jugend-Patientenhelfer

  • AustauschErfahrungsaustausch von Patient zu Patient
  • BeratungWie werde ich mitdenkender Patient und was muss ich mir gefallen lassen
  • BegleitungAnleitung und Hilfe im Krankenhausdschungel, Unterhaltung
  • MotivationLeben oder Selbstmitleid - Du hast die Wahl
  • DokumentationDokumentation in Wort, Bild und Video

Die Jugend-Patientenhilfe mache ich ehrenamtlich. Ich bin aber auf eure Spenden angewiesen. Ich freue mich, wenn auch Du hilfst.

 

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